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Nvidia zu 7 nm: "Wir wollen nicht die zusätzlichen Kosten bezahlen, sondern Vorteile erzielen"

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Die diesjährige GPU Technology Conference brachte weder Nvidias Pläne zu neuen Grafikkarten noch zum Einsatz der 7-Nanometer-Fertigung zutage. Auf Nachfrage hat CEO Jen-Hsun Huang bestätigt, dass man im Moment keine Notwendigkeit für die neuere, teurere Fertigung sieht. Man sei auch mit dem aktuellen 12-Nanometer-Prozess in der Lage, schnelle und effiziente Produkte anzubieten.

Die Nvidia-Präsentation auf der hauseigenen GTC (GPU Technology Conference) war für Spieler wenig berauschend: Es gab weder Informationen noch Ankündigungen zu einer neuen GPU-Architektur oder zu einem Wechsel auf den 7-Nanometer-Prozess. Insbesondere Letzteres ist verwunderlich, da AMD, Intel und Nvidia zumeist bemüht sind, möglichst schnell den Wechsel auf eine neuere Fertigung durchzuführen. Konkurrent AMD hat für 2019 sowohl Prozessoren als auch Grafikkarten in 7-Nanometer-Fertigung angekündigt und verkauft auch schon die ersten entsprechenden Produkte.

7-Nanometer sei (noch) zu teuer
Wie hardwaresfera.com mit Verweis auf die japanische Seite impress.co.jp berichtet, hat Nvidia im Moment offenbar tatsächlich keine akuten Pläne auf 7-Nanometer zu wechseln. Der Prozess sei laut CEO Jen Hsun Huan zu teuer und würde zu wenig Nutzen bringen: "Wir wollen nicht die zusätzlichen Kosten bezahlen, sondern Vorteile erzielen".

Er betont, dass Nvidia jederzeit entsprechende Wafer bei TSMC bestellen könnte, doch sehe man sich mit der Turing-Architektur momentan bestens aufgestellt. Der Vorteil eines neuen Prozesses sei eine erhöhte Leistung, kombiniert mit einem niedrigeren Energieverbrauch, und hier sieht man sich auch mit der alten 12-Nanometer-Fertigung gegenüber dem Mitbewerber AMD immer noch im Vorteil.

Das dürfte ein leichter Seitenhieb gegen AMDs Radeon-VII-Grafikkarte sein, die zwar viel Speicher und eine hohe Compute-Leistung mit sich bringt, es in Spielen sowie beim Energieverbrauch aber trotz der neueren Fertigung nicht an der Konkurrenz von Nvidia vorbei schafft. Dabei ist aber zu bedenken, dass die eingesetzte GPU ursprünglich für den professionellen Markt gedacht war. AMDs "richtige" 7-nm-Grafikkarten sollen erst später im Jahresverlauf erscheinen. Liegen diese dann im Bezug auf die Effizienz vor Turing, so dürfte sich auch Nvidia schnell vom alten 12-Nanometer-Prozess verabschieden.




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